Die Klasse G 6/7 besucht die Ausstellung „Artige Kunst“.

 

 

 

Am Dienstag, den 24. Oktober, fuhren wir mit dem Bus nach Regensburg. Nachdem wir die Altstadt vom Hauptbahnhof bis zum Stadtpark zu Fuß durchquert hatten, kamen wir bei der Ostdeutschen Galerie an.

 

Dort empfing uns Frau Volpert. Sie führte uns durch die Ausstellung.

 

Zu Beginn setzten wir uns vor zwei große Bilder. Auf dem einen Bild war ein Soldat zu sehen, auf dem anderen Bild eine Frau.

 

Der Soldat steht mit stolzem Blick im Schützengraben. Er ist mit einer Handgranate bewaffnet und schaut dem Feind entgegen. Der Maler Sepp Happ verwendete viele dunkle Farben. Der Soldat schaut mutig, stolz und kampfbereit. Das Bild entstand 1943 und gefiel Hitler sehr.

 

Daneben hing das Bild einer sitzenden Frau. Sie hält sich die Hand vor den Mund und blickt erschrocken, ängstlich, unsicher drein. Alexej von Jawlenskys malte das „Mädchenbildnis“ 1909. Der Maler verwendete kräftige Farben. Vor allem Grün, Blau und Rot. Dabei kam es dem Maler nicht auf eine realistische Abbildung zum Beispiel der Hautfarben an. Er nutzte die Farben, um Gefühle auszudrücken. Das kalte Grün der Haut soll die Stimmung der Frau zeigen. Mit Komplementärfarben steigert er die Wirkung des Bildes.

 

Hitler lehnte diese Art von Bildern ab. Sie waren ihm nicht realistisch genug. Die Nationalsozialisten bezeichneten diese Kunst als „entartete Kunst“ und verboten und vernichteten sie. Die Künstler bekamen Arbeitsverbot.

 

 

 

In den anderen Räumen sahen wir viele Bilder. Bilder, die Hitler gefallen haben: Zwei Adler, die vor einer Insel kreisen; ein U-Boot, das über den Atlantik fährt; eine große Bauernfamilie, die fröhlich zusammen sitzt; ein Bauer mit Pferd, der den Acker pflügt; starke, selbstbewusste Sportler; nackte, starke Frauen.

 

Aber es gab auch viele Bilder, die Hitler abgelehnt hat. Das Foto von einem Jungen, der an vielen erschossenen, ausgemagerten und nackten Menschen vorbei läuft. Das Foto von einem ängstlichen Jungen in einem viel zu großen Soldatenmantel, die Statue von einem kleinen Mädchen, das sehr mager ist und ängstlich dreinblickt.

 

Die Nationalsozialisten wollten Bilder, die die Menschen stark und mutig zeigten und den Krieg positiv präsentieren. Bilder von unsicheren, verzweifelten Menschen lehnten sie ab.

 

 

 

Im Anschluss an die tolle Führung arbeiteten wir selbst: Wir bekamen von Frau Volpert Vorlagen, die wir umgestalteten.